Was sind organische Bindemittel? Was sind anorganische Bindemittel?

Was sind organische Bindemittel?

Wenn ein Stoff als organisch bezeichnet wird, dann bedeutet das zunächst einmal, dass er aus Kohlenstoffverbindungen besteht. Beim Kohlenstoff handelt es sich um ein ganz besonderes chemisches Element, denn Kohlenstoff kann aufgrund seiner Struktur so viele verschiedene chemische Verbindungen eingehen wie kein anderes Element des Periodensystems. Deshalb gilt Kohlenstoff auch als die Grundlage allen Lebens auf der Erde – alles, was lebendig ist, besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoffverbindungen. Aber auch Kunststoffe werden aus Kohlenstoffverbindungen hergestellt und zählen somit zu den organischen Stoffen – organisch bedeutet also nicht gleich natürlich.
Was sind dann organische Bindemittel? Organische Bindemittel gibt es in Form von Naturstoffen wie Harze, Leime und Öle; aber auch Kunstharze und Bitumen (ein Nebenprodukt des Erdöls) gelten als organische Bindemittel.

Was sind anorganische Bindemittel?

In Abgrenzung zu den organischen Bindemitteln bestehen die anorganischen Bindemittel nicht aus Kohlenstoffverbindungen. Es handelt sich meistens um mineralische Bindemittel; sie bestehen also aus kristallinen Bestandteilen wie natürlichen Gesteinen oder künstlich hergestellten Stoffgemischen auf der Grundlage von Mineralien. Anorganische Bindemittel können beispielsweise Kalk und Ton (in Form von Mörtel oder Putz), aber auch Gips sein.

Bindemittel zum Binden von Flüssigkeiten: Sind organische oder anorganische Bindemittel besser?

Bei den Bindemitteln muss man zwischen vielen verschiedenen Formen unterscheiden, die für verschiedene Zwecke zum Einsatz kommen. Bindemittel können verwendet werden, um Feststoffe aneinander zu binden – zum Beispiel Beton und Mörtel im Bauwesen – oder um Flüssigkeiten eine bestimmte Konsistenz zu geben – etwa im Malerwesen oder auch in der Küche. Je nach Einsatzbereich sind verschiedene organische oder mineralische Bindemittel das Mittel der Wahl. Was prinzipiell besser ist – organische oder anorganische Bindemittel – kann man deshalb gar nicht sagen. Je nach Einsatzgebiet sorgen bestimmte Eigenschaften dafür, dass ein Bindemittel geeignet ist oder nicht. Natürlich muss bei einem Bindemittel, das beim Kochen für eine bestimmte Konsistenz sorgen soll, viel strenger auf gesundheitliche Aspekte geachtet werden als beim Bindemittel auf der Baustelle.

Der Einsatzbereich, der an dieser Stelle von Interesse ist, ist das Binden von verschütteten Flüssigkeiten, die schnell aufgenommen, gesäubert oder unschädlich gemacht werden sollen. Für die Aufnahme von Flüssigkeiten sind Bindemittel aus Feststoffen am besten geeignet, während feste Stoffe wiederum durch Flüssigkeiten gebunden werden können. Bei Bindemitteln für Flüssigkeiten handelt es sich oft um anorganische Bindemittel in Form von mineralischen Stoffen. Tongranulat kann beispielsweise verwendet werden, um Flüssigkeiten aufzusaugen und in sich einzuschließen, allerdings ist Ton nicht die beste Wahl, wenn es um den gesundheitlichen Aspekt geht. Wir empfehlen mineralische Bindemittel auf der Grundlage des Vulkangesteins Perlit. Perlit besteht aus vulkanischem Glas, das chemisch und physikalisch zu einem hochpotenten Bindemittel weiterverarbeitet wird. Es nimmt Flüssigkeiten jeder Art schnell auf, schließt sie zuverlässig ein und ist dabei gesundheitlich völlig unbedenklich.

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